17. Januar 2017

[Rezension] Alles, was ich sehe



Titel: Alles, was ich sehe

Autor: Marci Lyn Curtis

Verlag: Carlsen

Genre: Jugendroman

Seiten: 432

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[ERSTER SATZ]
"Blumensträuße sind nicht so meins."

[INHALT]
Maggie hasst ihr neues Leben als Blinde. Sie will keine tapfere Kranke sein, und auf Unterricht von anderen Blinden kann sie gut verzichten. Nach einem missglückten Streich passiert es: Sie kann wieder sehen! Nur einen Ausschnitt der Welt, genauer: einen zehnjährigen Jungen namens Ben. Mit Hilfe des altklugen und hinreißenden Jungen scheint sie einen Teil ihres alten Lebens zurückzubekommen. Und Bens großer Bruder Mason ist Sänger in Maggies Lieblingsband. Und ziemlich attraktiv. Doch er lässt sie abblitzen, weil er denkt, dass Maggie ihre Blindheit vortäuscht – was ja irgendwie stimmt. Dann kommt heraus, warum sie ausgerechnet Ben sehen kann. (Klappentext)

[MEINE MEINUNG]
Dieses Buch ist dank meinem Carlsen-Überraschungspaket bei mir eingezogen und ich bin sehr froh darüber. Ich weiß nicht, ob ich es mir selbst geholt hätte, denn der Klappentext hat mich sowohl angezogen, als auch etwas abgeschreckt. Eine Blinde, die nur einen Jungen sehen kann? Wie absurd erschien mir das! Dennoch wollte ich es dann unbedingt lesen und ich habe es keine Seite lang bereut.

Maggie war mir sofort mit ihrer bissigen Art sympathisch. Sie muss erst mit ihrer Blindheit klarkommen, die so vieles in ihrem Leben zerstört hat. Doch Mitleid will sie nicht. Auf ihre Blindenlehrerin kann sie gut und gerne verzichten und ihre neue Schule findet sie zum Kotzen. Daher spielt sie der Schule einen Streich – wird aber leider erwischt... Gerade sitzt sie bei ihrem Bewährungshelfer als es geschieht – sie kann wieder sehen! Doch nicht alles, sondern nur diesen Jungen auf seinen Krücken und wie einen Heiligenschein auch ein Stück um ihn herum. Sie ist fassungslos! Wie kann das sein?

Auch Ben hat kein leichtes Leben, aber seine muntere aufgeweckte Art ist es, die Maggie schließlich aus ihrer Erstarrung reißt und sie für sich einnimmt. Zunächst scheint es, als würde Maggie Bens Art nur ertragen, um durch ihn wieder etwas sehen zu können, aber man merkt, dass sie ihn schnell ins Herz schließt. Die Beiden verbringen viel Zeit und schließlich lernt Maggie auch Bens Bruder kennen. Mason ist etwa ins Maggies Alter und schockiert stellt sie fest, dass er der Sänger ihrer absoluten Lieblingsband ist. Obwohl diese Begegnung dem Zufall entsprungen ist, traut Mason ihr nicht und vermutet, dass sie nicht wirklich blind ist, sondern nur etwas vorspielt.

Uh, wie spannend war diese Sache zwischen ihr und Mason! Ja, sie hat ihm ja nur etwas vorgespielt, weil sie in Bens Nähe stückweise sehen konnte, aber an sich war sie ja wirklich blind. Hach, diese Spannung zwischen den Beiden! Herrlich. ^^

Und dann ist da noch die große Frage, warum Maggie Ben sehen kann. Nach und nach hat sie einen Verdacht, doch wenn es stimmen sollte... Uh, war das packend! Ja, ich fand die Geschichte mit ihrer begrenzt wiedergewonnenen Sehkraft zunächst absurd, aber die Erklärung dafür war so heftig! Ich finde es war eine sehr gelungene Idee und auch die Umsetzung der Geschichte fand ich wirklich gut. Marci Lyn Curtis hat einen sehr angenehmen Schreibstil und ihre Charaktere habe ich ins Herz geschlossen.


[FAZIT]
Sehr schöne Geschichte über eine Blinde und einen kleinen Jungen auf Krücken. Bissig und humorvoll. Ein ungleiches, aber tolles Gespann! Noch dazu war die Liebesgeschichte echt süß und das Buch insgesamt sehr emotional. Auch wenn ich zunächst mit Maggies Sehkraft rund um Ben gehadert habe, ist die Erklärung dafür doch wirklich gut gewesen. Man muss sich einfach auf die Geschichte einlassen! :)

4 von 5 Herzen


♥ Ich danke dem Carlsen-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. ♥


Nine <3

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