23. Dezember 2016

[Rezension] Der Anfang von Danach



Titel: Der Anfang von Danach

Autor: Jennifer Castle

Verlag: Carlsen

Genre: Jugendroman

Seiten: 416

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[ERSTER SATZ]
"Jeder, der was echt Beschissenes erlebt hat, wird es bestätigen: Von dem Moment an scheidet sich alles in das Davor und das Danach."

[INHALT]
Als eines Abends ein Polizist bei Laurel vor der Tür steht, wird ihr Leben von einem Moment auf den anderen in zwei Teile gerissen: das Davor und das Danach. Denn ihre Familie wird von der kurzen Fahrt zur Eisdiele nie mehr zurückkehren, sie ist bei einem Unfall ums Leben gekommen. Mit im Auto saßen auch die Eltern von David, nur er blieb wie Laurel verschont. Die beiden versuchen auf ganz verschiedene Weise, zurück ins Leben zu finden. Laurel sieht sich in ihrer Trauer und Verzweiflung mit ganz banalen Problemen konfrontiert: Was tun mit den Jacken ihrer Eltern, die noch im Flur hängen? Was soll sie mit dem plötzlichen Interesse ihrer Mitschüler an der „Überlebenden“ anfangen? Und soll sie trotz allem zum Abschlussball gehen und versuchen, Spaß zu haben? Langsam, ganz langsam, findet Laurel ihren Weg und lernt dabei auch den unnahbaren David immer besser kennen. (Klappentext)

[MEINE MEINUNG]
Das Buch habe ich schon seit einer Weile im Regal stehen und schlichtweg vergessen. Ich kann das gar nicht verstehen, denn als ich es damals einer anderen Bloggerin abgekauft hatte, wollte ich es unbedingt sofort lesen. Ich sollte die guten Bücher nicht immer so weit oben ins Regal stellen. Da sehe ich die nie! :D Gut, dass die Carlsen-Lesechallenge mich dann endlich wieder auf das Buch aufmerksam gemacht hat, denn es war wirklich sehr gut!

Nachdem Laurel eben noch mit ihren Eltern zu einem Abendessen bei den Nachbarn eingeladen war, wird ihr plötzlich von Polizisten die Botschaft übermittelt, dass sie Waise ist. Ihre Eltern und ihr kleiner Bruder sind bei einem Autounfall auf dem Weg zur Eisdiele verunglückt. Und fortan besteht ihr Leben aus vielen Was-wäre-wenn's. Was wäre, wenn sie mit zur Eisdiele gefahren wäre? Was wäre, wenn ihre Eltern mit dem eigenen Auto gefahren wären? Was wäre, wenn Mr Kaufman nichts getrunken hätte?

Für Laurel ist eine Welt zusammengebrochen und dass ausgerechnet Mr Kaufman überlebt hat, der das alles verursacht hat, macht ihre Welt nicht farbenfroher. Wie soll sie ihm verzeihen können? Oder seinem Sohn David, der früher ihr bester Freund war und sie seit Jahren schon ignoriert? Doch plötzlich kommen die Beiden sich in ihrer Trauer wieder näher und Laurel erkennt, dass auch David mit einigem Verlust kämpft. Auch seine Mutter ist gestorben und sein Vater wird womöglich nie wieder aus dem Koma erwachen.

Laurel versucht über den Verlust hinwegzukommen und das zu einer Zeit, in der man als Teenager generell schon total überfordert ist. Erste Freunde, erste Küsse, Schulbälle und vor allem die College-Bewerbungen. Wie soll man da damit zurechtkommen plötzlich Waise zu sein? Mich hat diese Geschichte sehr mitgenommen und Laurel tat mir so absolut leid. Wie kann man nur mit so etwas klarkommen? Das geht doch einfach nicht. Sie in ihrer Trauer zu verfolgen, hat mich hin und wieder den Tränen nahe gebracht. Ich habe ihre Verwirrung so sehr spüren können. Zarte Gefühle für einen süßen Jungen, überschattet von der Trauer um ihre Familie. Wow, es war ein sehr bewegendes Buch.

[FAZIT]
Ich weiß kaum, was ich zu dem Buch sagen soll. Es war sehr bewegend und schön auf eine traurige Art und Weise. Laurel ist mir schnell ans Herz gewachsen und die kleinen Geschichten am Rande haben mich auch berührt.

4 von 5 Herzen


Nine <3

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