17. Februar 2016

[Rezension] Das Feuerzeichen



Titel: Das Feuerzeichen

Reihe: Das Feuerzeichen

Autor: Francesca Haig

Verlag: Heyne

Genre: Dystopie

Seiten: 480

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[ERSTER SATZ]
"Ich hatte immer gedacht, sie würden nachts kommen, stattdessen ritten die sechs Männer zur heißesten Zeit des Tages über das Flachland."

[INHALT]
Vierhundert Jahre in der Zukunft: Durch eine nukleare Katastrophe wurde die Menschheit zurück ins Mittelalter katapultiert. Es ist eine Welt, in der nur noch Zwillinge geboren werden. Zwillinge, die so eng miteinander verbunden sind, dass sie ohne einander nicht überleben können. Allerdings hat immer einer von beiden einen Makel. Diese sogenannten Omegas werden gebrandmarkt und verstoßen.

Es ist die Welt der jungen Cass, die selbst eine Omega ist, weil sie das zweite Gesicht besitzt. Während sie Verbannung, Armut und Demütigung erdulden muss, macht ihr Zwillingsbruder Zach Karriere in der Politik. Cass kann und will diese Ungerechtigkeit nicht länger ertragen und beschließt zu kämpfen. Für Freiheit. Für Gerechtigkeit. Für eine Welt, in der niemand mehr ausgegrenzt wird. Doch die Rebellion hat ihren Preis, denn sollte Zach dabei sterben, kostet das auch Cass das Leben... (Klappentext)

[MEINE MEINUNG]
Ich war so angetan von der Idee des Buches und nachdem es schon einige positive Meinungen dazu gab, wollte ich es auch unbedingt lesen. Daher habe ich mich richtig gefreut, als ich es als Rezensionsexemplar bekommen habe. :)

Leider konnte es mich dann nicht vollends überzeugen, auch wenn es direkt spannend gestartet hat. Das Buch hat sich nicht erst ewig aufgebaut, sondern direkt damit begonnen, dass Cass gefangen genommen und in eine Verwahrungszelle gesteckt wird. Erst dort erzählt sie dem Leser ihre Geschichte und vor allem ihre Kindheit gemeinsam mit Zach. Dabei konnte ich allerdings nie einen wirklichen Draht zu ihr entwickeln. Ich habe mit ihr mitgefühlt, aber dennoch war sie immer etwas distanziert. Das erlebe ich sonst kaum, wenn ich aus der Ich-Perspektive des Hauptcharakters lese.

Auch zu Kip konnte ich nie einen wirklichen Draht aufbauen und war ihm gegenüber eher immer sehr skeptisch. Ich konnte ihm einfach nicht trauen – niemandem. Nur Cass, aber wie bereits erwähnt, war sie nicht unbedingt die beste Hauptcharakterin. xD Es ist nicht so, dass ich sie nicht leiden konnte, aber sie wurde mir keine wirkliche Freundin. Wir sind ein Stück Weg miteinander gegangen, aber das war es dann auch schon.

Am Interessantesten fand ich bei der Geschichte das, was den Menschen des Vorhers geschehen ist. Durch all die Technik kam es wohl zu einer großen Explosion, sagen sich die Leute. Doch für mich klang es immer eher nach einer Atombombe oder etwas ähnlichem. Dennoch wurde alle Technik untersagt und selbst Glühbirnen sind etwas unbekanntes. Zudem wissen die Menschen nicht, ob es noch andere Länder hinter dem Meer gibt. Und das scheint etwas zu sein, dass sie erforschen wollen. Das fand ich so spannend! :)

Generell war aber auch die Idee der Geschichte gut mit den verbundenen Zwillingen, von denen einer makellos ist und der andere eine Entstellung hat – seien es fehlende Gliedmaßen, dritte Augen oder sogar das Seher-Gen. Und genau das betraf Cass. In Träumen und Visionen kann sie Bruchstücke der Vergangenheit und Zukunft sehen, dafür leidet sie unter keinen Entstellungen. Nur stellt sich die Frage, ist sie gut dran, weil sie normal aussieht oder eher nicht? Von den Alphas wird sie dennoch als niedrige Omega betrachtet und die Omegas akzeptieren sie auch nicht als eine der ihren, weil sie Angst vor Cass' Gabe haben. Das ist irgendwie traurig.

Das ganze System ist aber auch grausam. Schon als Kinder werden die Omegas von ihren Familien verbannt, weil sie Gift in sich tragen und die Alphas Angst davor haben. Also werden die Kinder gebrandmarkt und müssen versuchen alleine klarzukommen. Und wenn ihnen etwas geschieht und dadurch auch ihren Alpha-Zwillingen, bekommen allein die Omegas Schuld. Was kümmern die sich auch nicht richtig um sich. Sind sie doch selbst Schuld. Das ist so krank! Doch auch einige weitere Machenschaften der Alphas sind wirklich übel. Doch das werdet ihr dann selbst beim Lesen erfahren. ;)

Ich weiß jetzt schon, dass ich die Reihe unbedingt weiterlesen möchte. Cass ist zwar nicht mein Lieblings-Charakter, aber die Geschichte ist dennoch sehr interessant. Und wer weiß, vielleicht kann ich im zweiten Band ja mehr mit Cass mitfühlen.

[FAZIT]
Auch wenn das Buch durch die fehlende Sympathie zur Hauptperson etwas zäh war, bin ich dennoch von der Geschichte angetan. Diese Dystopie ist durch das mittelalterliche Leben gemischt mit etwas Technik irgendwie sehr speziell. Ich bin schon gespannt, ob in den weiteren Bänden noch "moderne" Länder entdeckt werden und wie es generell mit den Alphas und Omegas weitergeht.

3 von 5 Herzen

[REIHENFOLGE]
(1) Das Feuerzeichen
(2) Das Feuerzeichen – Rebellion
(3) Das Feuerzeichen – Rückkehr


♥ Ich danke dem Heyne Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. ♥


Nine <3

4 Kommentare

  1. Ging mir ähnlich wie dir :)
    Ich bin froh, dass wir da so gleich ticken und weiterlesen möchte ich auch. Bin sehr gespannt auf die Fortsetzung. Wenn diese aber schwächer wird werde ich wohl nicht weiterlesen.
    Liebste Grüße,
    Nadine♥

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    1. Kommt drauf an, wie schwach sie ist. Ich würde ja schon gerne wissen, wie die Reihe im Gesamten endet und dann ist es ja auch nur noch der dritte Band. ;D

      Nine <3

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    2. Und ich finde es auch toll, wie ähnlich unser Geschmack ist! ^^

      Nine <3

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  2. Das klingt alles sehr komplex und ein bisschen kompliziert. :D Geht es nur mir so?

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