11. Oktober 2014

[Rezension] Meeresflüstern


Titel: Meeresrauschen

Reihe: Meeressaga

Autor: Patricia Schröder

Verlag: cbj

Genre: Fantasy, Jugendbuch

Seiten: 416

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[ERSTER SATZ]
"Zärtlich ruhte Kyans Blick auf dem nackten Körper des Mädchens, der sich im Licht den schmalen, hoch stehenden Mondes gespenstisch vom dunklen Boden abhob."

[INHALT]
Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters beschließt die 17-Jährige Elodie für eine Weile wegzuziehen, um den Verlust zu verkraften. So kommt es, dass sie trotz panischer Angst vor Gewässern zu ihrer Großtante auf die Kanalinsel Guernsey zieht, um dort das nächste Jahr zu verbringen. Schnell findet sie Anschluss zu den anderen Jugendlichen der Insel und findet dabei in Ruby eine wirklich gute Freundin. Doch dann kommt ein Mädchen aus der Gruppe auf mysteriöse Weise ums Leben... Was ist mit ihr geschehen? Hat es etwas mit Elodies Träumen von diesem jungen Mann mit den türkisgrünen Augen zu tun?

[MEINE MEINUNG] 
Ich hatte lange nicht das Bedürfnis, dieses Buch überhaupt jemals zu lesen. Nixen?! Doch irgendwann, ja da dachte ich so bei mir: Oh ja, Nixen! Ich weiß nicht, was den Wandel bewirkt hat, ob nun das schöne Cover (man kann so herrlich darüber streichen!) oder die Aussicht auf eine traumhafte Meerjungfrauen-Geschichte á la Arielle. Aber schließlich habe ich es mir dann tatsächlich gekauft und auch gelesen.

Nur war es dann doch nicht wirklich traumhaft. Bevor ich jetzt ewig über die paar Punkte herziehe, die mir nicht gepasst haben, möchte ich sagen, dass es ja schon ein ganz gutes Buch war. Die Idee ist nett und ich möchte tatsächlich wissen, wie es wohl weitergehen wird. Dennoch machte es mir die etwas einfältige Erzählweise von Patricia Schröder nicht so einfach... Alles wirkte so zwanghaft jugendlich und auch die Hauptcharakterin Elodie wirkte so dermaßen unreif, dass es schon wehtat.

Eigentlich fand ich Elodie zu Beginn liebenswert. Sie hat panische Angst vor dem Wasser und trauert um ihren verstorbenen Vater, weshalb sie, obwohl sie Wasser so sehr hasst, zu ihrer Großtante auf die Kanalinseln zieht. Ich mochte sie einfach sofort, doch das verflog immer schneller. Einerseits ist sie reif genug, um auf ihrer Abschiedsparty mit mehreren Jungs rumzumachen, benimmt sich dann aber wieder eine 12-Jährige. Ich bin auch echt erstaunt darüber gewesen, wie automatisch (und sehr klischeehaft) sie sofort bei ihrer Ankunt ihre neue beste Freundin Ruby kennenlernt. Ja, nee, ist klar. Und die beiden sind so kindisch zusammen, obwohl auch Ruby theoretisch ziemlich reif wirken könnte, wenn man ihren Freund und ihre Vergangenheit bedenkt.

Dass sich Elodie dann auch ganz automatisch in Gordian verliebt (fast schon bevor sie ihn sieht) ist auch etwas zu viel gewesen. Aber gut, Gordian war wenigstens ein Lichtblick. Irgendwie war es ja schon ganz süß mit den beiden und ich wollte unbedingt mehr über ihn erfahren. Den mythischen Part der Story fand ich definitiv spannend und da hier noch sehr viel Klärungspotenzial ist, werde ich die Reihe trotz schwachen ersten Band weiterlesen. Nur nicht sofort...

[FAZIT]
Eine Meerjungfrauen-Geschichte mit Potenzial, die aber leider etwas schwach ausfiel. Vielleicht können die Nachfolgebände ja mehr draus machen. Dennoch ein schönes Buch!

3 von 5 Herzen

[REIHENFOLGE]
(1) Meeresflüstern
(2) Meeresrauschen
(3) Meerestosen


Nine <3

1 Kommentar

  1. Schöne Rezi!
    Mal sehen, wie mir das Buch gefällt, bei mir liegt es nämlich noch auf dem SuB. Allerdings habe ich keine großen Hoffnungen darauf, dass es bald da herunter kommt...

    Liebe Grüße
    Maura

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