10. Oktober 2014

[Rezension] In meinem Himmel



Titel: In meinem Himmel

Autor: Alice Sebold

Verlag: Goldmann

Genre: Drama, Jugendroman

Seiten: 384

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[ERSTER SATZ]
"Mein Nachname war Salmon, also Lachs, wie der Fisch; Vorname Susie."

[INHALT]
Als Susie nach der Schule eine Abkürzung nimmt, wird sie von ihrem Nachbarn in einem Erdloch vergewaltigt und ermordet. Tagelang suchen Familie und Polizei und Familie nach ihr, bis die Nachricht kommt: Susie ist tot. Für ihre Familie zerbricht eine Welt und für Susie öffnet sich in eine völlig neue. Sie findet sich in einem Himmel wieder, den sie nach ihren Wünschen gestalten kann. Doch immer wieder schweift ihr Blick hinab zu ihrer Familie und sie verfolgt deren Leben nach ihrem Tod. So erblickt sie, wie ihr Vater verzweifelt nach ihrem Mörder sucht, ihre Mutter sich immer weiter von ihren Kindern entfernt, ihre Schwester mit den Blicken ihrer Mitmenschen kämpfen muss, ihre große Liebe Ray unter ihrem Verlust leidet... und wie ihr Mörder seine Spuren verwischt.

[MEINE MEINUNG] 
Wie viele andere bin ich durch den Film auf das Buch aufmerksam geworden. Ich habe den Film direkt zum Kinostart mit meiner Schwester im Kino gesehen und war einfach so geflashed. Als dann im Abspann der Verweis auf das Buch zu lesen war, habe ich beschlossen, irgendwann mal das Buch zu lesen. Allerdings bin ich lange nicht dazu gekommen. Selbst als ich mir das Buch letztes Jahr endlich mal gekauft habe, bin ich seither nie dazu gekommen es zu lesen oder habe einfach andere Bücher vorgezogen. Doch dann hat Carly in der SuB Abbau Challenge beschlossen, dass ich es lesen muss...

Nachdem ich schon dutzende Male den Film gesehen habe und ihn wirklich liebe, war ich beim Buch zeitweise verwirrt. Die Handlung vom Film war ja so schnell abgeschlossen! Wie kann das sein? Tja, das liegt daran, dass die Geschichte noch einige Jahre weitergeht. Was im Film in einen kurzen Handlungsstrang gepackt wurde, hat sich im Buch Jahre gezogen. Ich fand es toll! Es gab noch viel mehr zu entdecken und ich war nie gelangweilt, noch mehr zu erfahren.

Ich fand es schön, dass das ganze Buch aus der Perspektive von Susie erzählt ist. Wir folgen ihr in "ihren Himmel" und sehen mit ihr zusammen auf die Erde hinunter, um das Leben ihrer Lieben zu betrachten. Susie war mir dabei eigentlich immer sympathisch und ich habe mit ihr gefühlt. Dennoch muss ich gestehen, dass mein Liebling im Buch ihre kleine Schwester Lindsay ist. Gemeinsam mit ihrem Vater leidet sie am meisten und ist dabei auch immer im Blickfeld aller Schüler, die sie stets mit Susie vergleichen. Diese Szenen waren heftig und ich wollte unbedingt wissen, wie es mit ihr weitergeht!

Wen ich dagegen gar nicht mochte war Susies Mutter. Im Film konnte ich sie und ihre Handlungen viel eher verstehen, im Buch dagegen fand ich sie so schrecklich egoistisch. Ich kann mir schon vorstellen, dass sie leidet, aber so wirkte es eigentlich kaum. Ich kann es nicht wirklich erklären, das muss man wohl selbst lesen.

Eigentlich kann ich sonst kaum noch was dazu sagen. Es ist ein schönes, wenn auch sehr trauriges und teils verstörendes Buch. Aber man sollte auch nicht erwarten, dass Bücher mit so einer Thematik leichte Kost sind. Dennoch kann ich jetzt sagen, dass der Film gut umgesetzt war und ich sowohl Buch als auch Film mit ihren jeweiligen Unterschieden beide sehr mag.

[FAZIT]
Auch wenn die Thematik nicht rosig ist, so ist das dennoch ein berührendes Buch über eine Familie, die in schwerer Not wieder zusammenfindet.

4 von 5 Herzen


[BUCHVERFILMUNG]
"In meinem Himmel" mit Saoirse Ronan (2009) 

 
Nine <3 

1 Kommentar

  1. Huhu meine Lliebe :)
    Sehr schöne Rezension! Das Buch mochte ich total arg und kann dir nur zustimmen zu der Mutter. Im Film kam sie viel weniger unsympathisch vor, aber im Buch war sie schon etwas ... na ja.
    Aber die Geschichte hat mir so gut gefallen! So traurig und dennoch hoffnungsvoll gegen Ende :)

    Liebste Grüße ♥

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