12. Oktober 2014

[Rezension] Bevor ich sterbe



Titel: Bevor ich sterbe

Autor: Jenny Downham

Verlag: cbt

Genre: Drama, Jugendroman

Seiten: 315

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[ERSTER SATZ]
"Wenn ich doch nur einen Freund hätte."

[INHALT]
Tessa stirbt. Sie ist 16 Jahre alt und leidet an Leukämie. Unheilbar. Sie hat sich längst ihrem Schicksal ergeben, doch es quält sie, dass sie so vieles nicht mehr erleben kann. Sex. Drogen. Liebe. Sie schreibt eine Liste und bittet ihre Freundin Zoey, ihr zu helfen, um vor ihrem Tod noch so vieles wie möglich zu erleben. Sie möchte das Leben noch ein letztes Mal richtig spüren.

[MEINE MEINUNG] 
Auf das Buch bin ich ehrlich gesagt erst durch eine Filmrezension von Svenja aufmerksam geworden. Sie klang wirklich sehr gut und ich wollte unbedingt das Buch dazu lesen. Also habe ich es mir fast direkt gekauft und am nächsten Tag zu lesen begonnen.

Die Story fand ich toll. Hat nicht fast jeder von uns eine Liste mit Dingen, die wir vor unserem Tod noch erleben wollen? Wie würde es uns gehen, wenn wir erfahren würden, dass wir bald sterben? Ich würde noch alles erleben wollen! Doch ich kann auch Tessa verstehen, die an einigen Tagen nicht die Kraft aufgebracht hat, überhaupt noch Energie in ihr Leben zu stecken. Mich würde bestimmt auch von Zeit zu Zeit die Panik über einen nahenden Tod so sehr lähmen, dass ich nur schlafen will. Umso mehr habe ich sie dafür geliebt, wenn sie aufgestanden ist und wieder einen Punkt von ihrer Lebensliste abgehakt hat.

Es war ein Auf und Ab mit Tessa und ich habe in jeder Sekunde mit ihr gefühlt. Selbst jetzt kommen mir noch die Tränen, wenn ich an sie und ihre Geschichte denke. Ich habe sie nie verabscheut, wenn sie unausstehlich zu ihren Eltern und ihrer Freundin war, ich habe sie immer verstanden. Sie wurde von Gott um ihr Leben betrogen. Was soll sie da auch lächeln und klein beigeben? Sie war taff und dafür verehre ich sie echt.

Ihre Freundin Zoey fand ich dagegen oft sehr egoistisch und zickig. Doch sie hat immer zu Tessa gehalten. Immer. Wenn man bedenkt, dass es wirklich keine gute Situation ist, seine beste Freundin zu verlieren und sich in den letzten Monaten noch zu sehr an sie zu klammern ehe sie ja doch stirbt... Zoey war wirklich eine gute Freundin. Mittlerweile ärgere ich mich darüber, dass sie nicht mochte.

Und Adam... Ja, Adam ist wirklich einfach nur ein Traumtyp. The Boy Next Door mit Motorrad und Lederjacke – aber auch mit einem großen Herzen. Er hat sie unterstützt und ihr bei ihren Wünschen geholfen. Und obwohl sie im Sterben lag, hat er ihr sein Herz geschenkt. Mir kommen schon wieder die Tränen.

Als es dann zum Ende ging, muss ich sagen, dass mir die vielen Leerzeilen als Zeichen dafür, dass Tessa nicht bei Bewusstsein ist, sehr gefielen. Es symbolisiert ihre lange geistige Abwesenheit. Das hat mir so den Atem verschlagen. Es hat mich getroffen. Und dennoch fand ich es einfach genial.

Da mir die Tränen jetzt die Sicht verschleiern, höre ich an der Stelle mal auf. Den Film werde ich definitiv bald schauen!

[FAZIT]
Eine traurig-schöne Geschichte über die letzten Monate eines krebskranken Mädchens und ihre große Wünsche für das Leben. Taschentücher sind nötig!

4 von 5 Herzen

[BUCHVERFILMUNG]
"Now Is Good – Jeder Moment zählt" mit Dakota Fanning (2012) 

 
Nine <3

1 Kommentar

  1. Schön zu hören, dass dir das Buch gefallen hat!
    Ich konnte mit dem Buch leider gar nichts anfangen. Ich fand die Protagonistin einfach nur schrecklich, genau so wie ihr Verhalten (stell dir mal vor, jeder der todkrank ist verhält sich so?!). Aber das ist auch einfach nicht die Art von Buch, die ich normalerweise gerne lese, also hängt das wohl auch damit zusammen ;)

    Liebe Grüße
    Maura

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