24. Juli 2014

[Rezension] Nicht ohne meine Schwestern



Titel: Nicht ohne meine Schwestern

Autor: Kristina Jones, Juliana Buhring, Celeste Jones

Verlag: Lübbe

Genre: Autobiographie

Seiten: 429

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[ERSTER SATZ]
"Ich spielte allein im Vorgarten eines weißen Hauses nahe dem kleinen Fischerdorf Rafina in Griechenland."

[INHALT]
Kristinas, Celestes und Julianas Familie ist die Sekte »Kinder Gottes«, in der sie den Misshandlungen und dem Missbrauch durch erwachsene Sektenmitglieder hilflos ausgesetzt sind. Die Schwestern werden schon früh voneinander getrennt und leben in verschiedenen Missionsstationen der Gemeinschaft. Sie träumen von einem Wiedersehen, fürchten aber den Zorn Gottes, wenn sie sich dem Willen der »Familie« widersetzen. Schonungslos offen erzählen die Schwestern von den seelischen Grausamkeiten und der Gewalt unter dem Deckmantel des Glaubens. Ihre Geschichte ist voller schmerzlicher Erinnerungen, aber auch das Zeugnis einer mutigen Befreiung und dem Weg in ein neues Leben. (Klappentext)

[MEINE MEINUNG] 
Eigentlich mag ich solche Geschichten nicht. Geschichten von Missbrauch, vor allem an Kindern, und Geschichten von viel, viel Unterdrückung. Doch diese Geschichte müssen auch erzählt werden, sie müssen erhört werden. Die Geschichte von Kristina, Celeste und Juliana ist dabei eine der bedrückendsten, die ich je gelesen habe. Doch das Grausamste ist, dass sie wahr ist...

Das Cover traf schonmal die richtige Tonalität. Beim Lesen sah ich vor meinem geistigen Auge immer wieder diese verängstigten Kinder mit den großen Augen. Auch als sie schon erwachsen waren, waren die drei für mich immer noch unschuldige Mädchen.

Abwechselnd schreiben die drei Frauen von ihrem Weg im Herzen der Sekte "Kinder Gottes", die in den 60ern in Amerika gegründet wurde. Celeste ist die älteste von ihnen und zunächst wird viel aus ihrer Sicht geschrieben. Gerade sie hat noch eine Zeit erlebt, die glücklich und nicht voller Schmerz war. Für sie muss es am Schlimmsten gewesen sein und so konnte ich mit ihr immer am meisten mitfühlen.

Doch Kristinas und Juliannas Leben war nicht minder traurig und herzergreifend. Immer wieder fühlte ich mit allen mit und war oft den Tränen nahe. Das Buch hat mich gefangen genommen, in eine Welt gerissen, die nicht die meine war und doch so real wurde, und mir immer wieder aufzeigte, wie schlimm ein Menschenleben sein kann.

Ich bin so froh, dass sie es aus der Sekte rausgeschafft haben und endlich ihr Leben leben können. Doch beeindruckender finde ich es, dass sie sich so tatkräftig dafür einsetzen, die Sekte zu besiegen und weitere Menschen zu befreien.


[FAZIT]
Erschreckend düster, brutal real. Ich kann es weder empfehlen, noch davon abraten.

4 von 5 Herzen


Nine <3

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