22. Juni 2014

[Rezension] Wie Monde so silbern


Titel: Wie Monde so silbern

Reihe: Luna-Chroniken

Autor: Marissa Meyer

Verlag: Carlsen

Genre: Dystopie, Jugendbuch

Seiten: 384

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[ERSTER SATZ]
"Die Schraube in Cinders Fußgelenk war verrostet, der Schlitz zur Mulde zermalmt."

[INHALT]
Es war einmal ein junges Mädchen namens Cinder, das bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern lebte... 

Genau wie im Originalmärchen wird unsere Cinder(ella) auch hier kräftig von ihrer Stiefmutter ausgenutzt, indem sie Tag für Tag auf dem Markt in Neu-Peking Geld als Mechanikerin verdienen soll. Das Cinder darin ein gewisses Talent beweist und somit zu einer Stadtbekanntheit geworden ist, stimmt sie allerdings nicht fröhlich. So liegt ihre Begabung allein darin begründet, dass sie nach einem Unfall in ihrer Kindheit zum Teil in einen Cyborg umgebaut wurde.

Dies ist jedoch Geheimnis von ihr und ihrer Familie und so ist sie panisch, als der überaus beliebte Prinz Kai genau in dem Moment an ihrem Marktstand auftaucht, als ihr Fuß gerade auf Abwegen ist. Doch was will der Prinz überhaupt bei einem Mädchen wie ihr? Und was hat es mit den Gerüchten auf sich, dass er die verfeindete Mondkönigin heiratet? Als dann auch noch die blaue Pest immer weiter um sich greift, scheint Cinders Welt allmählich Kopf zu stehen.

[MEINE MEINUNG] 
Nachdem zum einen eine Freundin mir von diesem Buch vorgeschwärmt hat und ich vermehrt bemerkt habe, wie viele andere es gelesen und für toll befunden haben, sah ich mich dann auch endlich genötigt, mich seiner anzunehmen – zurecht! Bereits durch "Die Tribute von Panem" habe ich gelernt, wie sehr mich Dystopien ansprechen und auf Märchenneuerzählungen stehe ich sowieso total. Damit ist dies wirklich der Beginn einer der besten Reihen, die ich je zu lesen begonnen habe. Allein die Idee einer Cinderella mit Cyborg-Fuß in einer weit entfernten Zukunft ist so einzigartig, dass es doch auch eine einmalige Story ist. Und das ist sie auch!

Der Schreibstil von Marissa Meyer ist dabei einfach perfekt, denn sie beschreibt mir mit wenig Worten eine Welt, die so anders ist als meine, die ich aber dennoch so klar vor meinen Augen sehe, als könnte ich sie mit Händen fassen. Ich bin mit Cinder über den Marktplatz gewandert, habe mit ihr die Straßen von Neu-Peking durchkämmt und die überfüllten Häuser dieser Großstadt betreten. Über knapp 400 Seiten wurde diese Stadt auch mein Zuhause und Cinder über allem meine Vertraute. Ihre Stärke und die Liebe zu ihrer Androidin haben mich für sie eingenommen. Sie ist so anders, als das Aschenputtel im Märchen und dennoch so perfekt. Ich hätte sie mir nicht anders gewünscht, zu keinem Moment!

Genau wie Cinder, hat auch die Story alles, was man sich wünscht. Eine fiese Stiefmutter, eine treue Freundin, einen Prinzen zum schmachten, einen weisen Lehrmeister und eine absolut bösartige Gegenspielerin in Form der Mondkönigin. Gerade diesen Aspekt fand ich anfangs verquer (ein Volk auf dem Mond, das Krieg will und Menschen mit ihren Gedanken manipuliert?), doch ich habe mich schnell darauf einstellen können und fand es wirklich interessant.

Ich weiß gar nicht, was ich noch groß sagen soll, ohne zuviel zu verraten. Habt ihr mein Schwärmen bemerkt? Gut! Dann lest jetzt dieses Buch!


[FAZIT]
Wenn dieses Buch nicht 5 von 5 Herzen verdient hat... Märchenhafte Dystopie!

5 von 5 Herzen

[REIHENFOLGE]
(1) Wie Monde so silbern
(2) Wie Blut so rot
(3) Wie Sterne so golden
(4) Wie Schnee so weiß


Nine <3

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