17. September 2013

[Rezension] Genau mein Beutelschema



Titel: Genau mein Beutelschema

Autor: Sebastian Lehmann

Verlag: Aufbau Verlag

Genre: Roman

Seiten: 234

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[ERSTER SATZ]
"Ich kann nicht glauben, dass sie hier wirklich dieses Lied spielen."

[INHALT]
Als Mark in einem No-Name-Club in Neukölln zwischen allen Hipstern auf Christina trifft, weiß er sofort, dass sie seine Traumfrau ist – jung, wunderschön und schon mit 21 Jahren in ihrem Traumberuf angekommen. Wenn das Mark mit seinen Anfang 30 nicht doch so sehr verunsichern würde. Denn außer seinem Philosophie-Studium und einem Brotjob in der Anzeigenabteilung einer Berliner Zeitung hat er es zu Nichts gebracht. Als dann auch noch plötzlich die Hipster aus Neukölln entführt und nach Tiergarten – den Bezirk Berlins in den Niemand hinwill – verschleppt werden, macht sich Mark doch langsam so seine Gedanken über das Leben und speziell das in Berlin.

[MEINE MEINUNG] 
Das Buch hat wirklich sehr toll begonnen und vor allem habe ich die Location geliebt, da ich mit Berlin persönlich sehr viel anfangen kann. Hermannplatz, Neukölln, Tiergarten, Hipster, Stoffbeutel, kleine No-Name-Bars. Das habe ich wirklich sehr geliebt! Doch allerdings ist das so ein zweischneidiges Schwert. So sehr, wie Sebastian Lehmann hier auf Einzelheiten Berlins eingeht, die nur ein Berliner verstehen kann, ist es schwer vorstellbar, dass das Buch auch bei Nicht-Berlinern ankommt und sie manche Gags überhaupt verstehen. Das ist etwas schwierig.

Doch nichtsdestotrotz beginnt die Story rund um Mark wirklich sehr gut. Wir erleben ihn, sein Nachtleben, seine amüsanten Gedankengänge und tolle Charaktere. Mein Liebling ist dabei besonders Dr. Alban mit seiner ungeheuren Ernsthaftigkeit, die mich stets Schmunzeln ließ.

Doch so gut wie das Buch begonnen hat, so schnell hat es dann doch leider abgebaut. Die Story wurde wirr, die Charaktere teilweise etwas farblos und die Handlung etwas zu ausgenudelt, so schnell gingen die Geschehnisse dann voran. Und nachdem ich nach einem spannenden Moment dachte, es würde sich wieder fangen... wurde es nur umso abstruser. Das Buch hat mich am Ende wirklich ziemlich erschöpft und ich musste mich aufgrund von Unlogik und vielen Lücken regelrecht dazu zwingen, das Buch überhaupt noch zu Ende zu lesen. 

[FAZIT] 
Witzig, aber unlogisch – ab der Mitte fiel und fiel und fiel die Story ins Bodenlose.

2 von 5 Herzen


Nine <3

1 Kommentar

  1. Bei mir war es eher umgekehrt. Ich konnte auf den ersten Seiten nichts mit dem Inhalt anfangen und musste mich erst einmal auf den Stil einlassen. Da ich noch nie in Berlin war, haben mir auch die Club-Mate-Trinker nichts gesagt. Zum Schluss hat mir das Buch aber gut gefallen und gerade für jüngere Leute ist es gut geschrieben.

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