22. Juli 2013

[Rezension] Morgen vielleicht



Titel: Morgen vielleicht

Autor: Jessica Soffer

Verlag: Kein & Aber

Genre: Familiendrama

Seiten: 384

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[ERSTER SATZ]
"Ich tat, als wäre ich in die Zeitung vertieft."

[INHALT]
Die 13-Jährige Lorca hatte es bisher nicht leicht im Leben. Nach der Trennung ihrer Eltern lebt sie mit ihrer Mutter zusammen bei ihrer Tante. Lorca hat nur Augen für ihre abweisende Mutter und tut alles, um ihr zu gefallen. Um jedoch den Schmerz der Zurückweisung erträglicher zu machen, fügt sie sich selbst Schmerzen zu. Nachdem es ihrer Mutter reicht, will diese Lorca auf ein Internat schicken. Lorca ist verzweifelt und will unbedingt bei ihrer Mutter bleiben. Verzweifelt fasst sie den Plan, das verlorengegangene Lieblings-Rezept ihrer Mutter zu finden, um somit endlich Zugang zu ihrer Mutter zu finden.

Victoria, eine 80-Jährige irakische Einwanderin, kämpft derweil mit dem Verlust ihres Mannes und ihrer Tochter, die sie nach der Geburt weggegeben hatte. Um nicht vollends in Kummer zu ertrinken, will sie einen Kochkurs geben. Als sie dabei auf Lorca trifft, merken beide schnell, dass sie einiges mehr verbindet, als nur die Liebe zum Kochen.


[MEINE MEINUNG] 
Die Geschichte des Buches hat mich fast augenblicklich gefesselt. Zudem ist Jessica Soffers Schreibstil sehr locker zu lesen und hat so etwas herrlich Verträumtes. Die Andeutungen und Vergleiche mit Essen sind ihr sehr gut gelungen und passen perfekt in die Geschichte.

Kapitelweise erfährt der Leser abwechselnd was Lorca und Victoria erleben, wie sie aufeinander treffen und was das Leben so mit sich bringt. Gelegentlich gibt es auch ein paar wenige Kapitel über Joseph, den Mann Victorias, in denen der Leser die Vergangenheit der Beiden für sich entdeckt. Auffallend ist dabei, dass die Kapitel von Lorca und Victoria jeweils aus der Ich-Perspektive geschrieben wurden, wobei die Joseph-Kapitel aus der Sicht einer 3. Person verfasst sind. Dies macht es meiner Meinung nach schwieriger, diese zu lesen, da man auf die Sicht des Ich-Erzählers eingestellt war.

Generell ist die Geschichte schön geschrieben und ich habe sie regelrecht verschlungen. Auch wenn mir das Ende vielleicht nicht ganz so sehr zugesagt hat, so bin ich dennoch von Jessica Soffer angetan und werde mir ihren Namen definitiv merken.

[FAZIT]
Ein Buch ganz nach meinem Geschmack. Verträumt, traurig, einfach schön!

4 von 5 Herzen


Nine <3

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