1. Juli 2013

[Rezension] Dark Love



Titel: Dark Love

Autor: Lia Habel

Verlag: Piper

Genre: Jugendfantasy, Dystopie

Seiten: 509

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[ERSTER SATZ]
"Ich war lebendig begraben."

[INHALT]
Wir schreiben das Jahr 2195. Die Welt hat sich stark verändert. England und andere Inseln wurden vom Meer verschluckt. Die Zivilisation Nordamerikas wurde fast vollständig durch Naturkatastrophen und Vulkanausbrüche ausgelöscht. Die letzten Überlebenden konnten sich nach Südamerika retten, wo sie sesshaft wurden und sich einem neuen viktorianischen Lebensstil widmen. Frauen wurden wieder zu Damen und Männer zu Gentlemen. Autos wurden zu Kutschen und die Ehre wurde wieder großgeschrieben. Alles nahm die wunderschönen Züge einer vergangenen Zeit an. Doch die Technologie blieb bewahrt und wurde in das neue Zeitalter mit eingesponnen.

Nora Dearly lebt in ebendieser Welt. Sie ist eine junge Dame aus gutem Hause. Ein Jahr nachdem ihr Vater gestorben war, drangen Unbekannte in ihr Haus ein und versuchten sie zu entführen. Das Unheimliche daran... Es waren keine Menschen mehr. Die Haut abgelöst. Das Fleisch vermodert. Die Knochen freigelegt. Dies waren zu neuem Leben erwachte Tote. Kurz bevor sie sie fangen können, wird sie von einer anderen Gruppe gerettet. Nachdem sie nach Stunden wieder erwacht, muss sie feststellen, dass ihre Retter nicht weniger tot sind. Wie können Tote lebendig sein? Warum haben es alle auf sie abgesehen? Was soll sie jetzt nur tun? Und wieso fühlt sie sich in der Nähe dieses Toten namens Bram so sicher? Ihre Welt, einst von Sanftmut, Höflichkeit und Anmut gezeichnet, stellt sich auf einen Schlag auf den Kopf.

[MEINE MEINUNG] 
Dieses Buch stand schon lange auf meinem Wunschzettel. Ich bereue es, dass ich es nicht eher gelesen habe, aber es passt auch so herrlich, dass ich vorher "Warm Bodies" lesen konnte. Somit war es mir möglich, die Zombies der einen Welt mit denen der anderen Welt miteinander zu vergleichen. Besonders lustig fand ich dabei, dass die Welt von "Dark Love" so anders ist. Undenkbar und trotzdem wunderschön. Ein neues viktorianisches Zeitalter mit den Fortschritten der Technologie verbunden. Schön und dennoch fortgeschritten. Ein sehr interessanter Einfall von Lia Habel. Das muss man ihr wirklich lassen!

Den Schreibstil des Buchs fand ich sehr angenehm zu lesen. Ich liebe Bücher aus Ich-Erzähler-Perspektive! Allerdings war es teilweise nicht so einfach und auch ein wenig nervig, dass in jedem Kapitel der Erzähler gewechselt hat, manchmal sogar mitten in einer Szene. Erst liest man aus Noras Sicht, wie sie mit Bram redet und plötzlich liest man Brams Gedanken, während er dasselbe Gespräch mit Nora weiterführt. Das ist vor allem anfangs schon etwas verwirrend.

Dennoch ist das Buch wirklich genial! Am Anfang dauert es etwas, bis es Fahrt aufnimmt, aber die letzten 150 Seiten habe ich nur so verschlungen. Es ist rasant, spannend und wunderschön. Das Ende lässt zwar auf eine Fortsetzung hoffen, könnte aber auch als ein gutes offenes Ende so stehen bleiben.

[FAZIT]
Eine etwas andere Geschichte über Zombies und Ladys. Definitiv lesenswert!

4 von 5 Herzen


Nine <3

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